Über Salt on Wood

Frescobol Schläger von Salt on Wood
Frescobol (Foto ©Sebastian Stiphout)

Warum Frescobol?

Wie kommt man darauf, Holzschläger zu verkaufen? Berechtigte Frage. Aber ein paar Jahre zurück. In einem kleinen Surf-Shop in Portugal hatte ich zwei Holzschläger gekauft, die mit dem Logo des Shops bedruckt waren. Ich erinnere mich noch, dass die Schläger nicht günstig waren, aber relativ brauchbar aussahen. Ziemlich solide sah auch der Ball dazu aus, der aus Gummi, nicht aus Plastik war. Mit meiner Freundin habe ich in den kommenden zehn Tagen öfter als gedacht am Strand gezockt. Nach dem Urlaub landeten die Schläger jedoch etwas in Vergessenheit und verschwanden im Keller. Fast forward in den Winter 2015/2016. Mit einem meiner besten Freunde flog ich nach Thailand, vor allem, um Tauchen zu lernen. Als ich meine Tasche packte, kamen mir die Schläger in den Sinn. Also flogen sie mit. Mein Gedanke war, dass wir vielleicht ein, zwei Mal damit spielen würden. In unserem Alter (35+) hätten wir sicherlich besseres zu tun.  

Frescobol Spiel beim Urlaub in Thailand
Frescobol-Zock in Thailand

Doch es sollte anders kommen. In den knapp zwei Wochen auf Ko Lanta lieferten wir uns täglich Matches, meist über mehrere Sätze. Da wir beide eher aus der Leistungssport-Ecke kommen, gab es natürlich auch immer einen Wetteinsatz. Als Arena diente der Sandstrand mit einem Volleyball-Netz. Der Verlierer musste dann beispielsweise in abgestandenen Wassertümpeln untertauchen oder die Bar-Runde am Abend schmeißen. Zudem wurden wir des Öfteren angesprochen, woher die Schläger sind. Natürlich haben wir sie auch ausgeliehen - und es war für mich überraschend, wie schnell richtig gute Ballwechsel zustande kamen

 

 

Zurück in München dachte ich darüber nach, diese Art von Sportartikel im Direktvertrieb anzubieten. Ich bin eigentlich Sportjournalist, habe aber bereits zwei Trainingsbücher geschrieben und im Eigenverlag auf den Markt gebracht, die in der Nische "Deutscher Golfsport" zu den bestverkauften Büchern zählen. Auch mit Online-Marketing und der Presse kenne ich mich ganz gut aus. Blieb nur noch die Frage, wer Schläger und Ball herstellen könnte. 

Internationaler Strandsport

Also begab ich mich in die Welt von Frescobol und Matkot, recherchierte auf brasilianischen Webseiten und auf Blogs, die sich mit dem Strandspiel in Tel Aviv beschäftigten. Die brasilianische Marke Frescobol Carioca macht tolle Schläger, aber ein VK von 200 Euro ist dann doch eher was für Leute, die überhaupt nicht aufs Geld schauen müssen. Wenn man aber bedenkt, dass auch die Shops, der Vertrieb und nicht zu vergessen das Finanzamt ihre Margen verdienen möchten, ist nicht verwunderlich, dass der Preis so hoch ist. 

 

Mir war bei der Auswahl der Produzenten wichtig, dass die Qualität des Produkts hoch ist und alle Beteiligten Spaß daran haben. Spaß bedeutet für mich in diesem Fall: Ich arbeite nur mit Menschen zusammen, denen ich vertraue und die ähnliche Wertvorstellungen wie ich haben. Zudem sollte die Arbeit angemessen bezahlt werden. Ich habe noch nie verstanden, warum gewisse Leute immer bis zum Letzten verhandeln müssen, nur um etwas besser als die andere Partei dazustehen. 

 

Letztlich wurde ich bei einem Produzenten in China fündig, dessen Ansprechpartner ich auf der ISPO in München treffen konnte. Die beste Qualität für den Ball konnte ein Unternehmen in der Nähe von Madrid liefern, das auf die Produktion von Sportbällen spezialisiert ist. Die Verpackung hat ein junges Unternehmen aus Bayern angefertigt. Das inhabergeführte Fulfillment (Logistik) liegt in Nordrhein-Westfalen. 

 

Das alles führt dazu, dass die Schläger von Salt on Wood nicht billig sind und sich auch in der Optik durchaus etwas unterscheiden. Das liegt daran, dass ein Teil der Produktion Handarbeit ist und Fehler vorkommen können (z.B. beim Auftragen des Lacks). Sollte es also einmal Beanstandungen geben, tausche ich einen fehlerhaften Schläger natürlich ohne Kosten für den Kunden aus. 

Frescobol Set von Salt on Wood
Die ersten Sets von Salt on Wood